Biogas

Biomasse, als kostenloser Lieferant für Biogas!

Schon beim Kochen zu Hause entstehen sogenannte Bio-Abfälle, beim Kartoffelschälen, beim Gemüse putzen oder beim Kaffeekochen. Auch dies sind biomassehaltige Reststoffe, ein Beispiel, wie viel davon zur Verfügung steht, um damit letztendlich Biogas zu erzeugen. Doch es gibt noch viele andere Möglichkeiten als Basis für Biogas, die nicht extra produziert werden müssen, weil sie einfach da sind. Dazu gehören ebenso Klärschlamm, Gülle, Mist und Pflanzenreste. Aber auch Pflanzen, die angebaut werden, mit dem Ziel diese als Energieträger einzusetzen. Der Hauptlieferant für alle Grundlagen bildet die Landwirtschaft. Durch das immerwährende Vorhandensein dieser Biomassen eignen sie sich ideal zur Aufbereitung für Bioenergie.

Nutzbarkeit Zusammensetzung und Reinigung von Methan!

Durch das Vergären bzw. Fäulnis entsteht Methan, die Basis für Biogas. Doch sind noch andere Stoffe vorhanden, die nicht nutzbar bzw. störend sind. Wobei Wasserdampf und Kohlendioxid ohne Nutzen sind und Ammoniak und Schwefelwasserstoff störend. Es ist daher notwendig, diese während der Aufbereitung durch Verbrennung zu beseitigen, um beim Betreiben von z. B. Turbinen oder Motoren vor Korrosion zu schützen. Nachdem das Biogas erzeugt wurde, wird es gereinigt. Für das Entschwefeln werden verschiedene Methoden angewandt, einmal unter Zugabe von Sauerstoff, der mit Hilfe von Bakterien, dafür sorgt, dass Schwefel sich ablagert. Weitere Reinigungsvorgänge sind Laugenwäsche, die Zugabe von Eisen-Ionen (verhindert den Schwefelwasserstoff im Faulbehälter) oder durch Aktivkohle gefiltert.

BiogasDer Wasserdampf wird durch eine sogenannte Trocknung entfernt, d. h., das Biogas wird entweder im Erdreich oder durch Kompressoren abgekühlt und als Wasser mit dem Ammoniak (ist wasserlöslich) abgeleitet. Die Trennung von Methan und Kohlendioxid erfolgt in verschiedenen Verfahren, wie z. B. die Druckgaswäsche, Druckwasserwäsche oder Biogas-Verstärker. Nach der Aufbereitung in der Biogasanlage kann es weiter verwendet werden. Es wird einmal in das Erdgasnetz mit eingespeist oder als Kraftstoff für umgerüstete Autos genutzt. Doch die in Deutschland am häufigste Nutzung, findet Biomasse in Blockheizkraftwerken. Hier sorgt der Verbrennungsvorgang für den Betrieb der Turbinen, die den Strom erzeugen.