Energie
Die unterschiedlichen Arten der Energiegewinnung aus Biomasse!
Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energieträgern, wie Solarenergie oder Windkraft, ist Biomasse definitiv im Vorteil, denn die Biomasse ist unabhängig von z. B. Strahlung oder Windstärke und kann aus diesem Grund optimal lagern. Die anfängliche Energiegewinnung aus Biomasse waren anspruchslose Verbrennungen. Dementsprechend war auch die zu erzielende Wirkung nur geringfügig, wobei verschiedene Schadstoffe, außer Kohlendioxid, ausgestoßen wurden. Auf dieser Basis wurden neue Gewinnungsverfahren aufgebaut, wie z. B. das chemische Verfahren zur Holzgaserzeugung.
Mit Holzgas lassen sich, unter anderem, Motoren betreiben. Jedoch ist diese Technologie noch nicht ausgereift und befindet sich derzeit noch in der Testphase.
Aerobe und anaerobe Verfahren!
In der Energiegewinnung aus Biomasse wird ein aerobes Verfahren angewandt, wenn der Prozess durch Sauerstoff angereichert wird. Dies ist der Fall z. B. bei der Kompostierung, wo mit Unterstützung von Sauerstoff, Mikroorganismen die Bioabfälle zersetzen. Die Folge davon ist dabei die Erzeugung von Wärme. Der Ausschluss von Sauerstoff, das anaerobe Verfahren, löst bei Biomasse den Prozess des Vergärens aus, dabei kann unter anderem Alkohol bzw. Spiritus hergestellt werden. Dieses Vergären wird in den heutigen modernen Kläranlagen genutzt, um in sogenannten Faultürmen Gülle aufzubewahren. Die so aufbereitete Gülle wird danach in der Biogasanlage zu Biogas umgewandelt. Eine weitere sehr aufwendige Aufbereitung von Biogas erzeugt Biomethan oder Bioerdgas, welches die Einspeisung in die Erdgasleitung ermöglicht.
Weitere moderne Verfahrenstechniken zur Energiegewinnung aus Biomasse!
In sogenannten Biomasse-Kraftwerken- bzw. Heizkraftwerken werden, mit der Zuhilfenahme von Dampfturbinen, Holzreststoffe verbrannt, wie z. B. die Abfallprodukte eines Sägewerks, Altpapier oder Getreideabfälle, um Elektrizität und Heizwärme zu erzeugen. D. h., diese Anlagen verwenden ganzjährige Biomassen zur Energiegewinnung. Der Vorteil dabei, die Gewinnung der Energie erfolgt ohne Treibhauseffekt, d. h. die Abgase verhalten sich kohlendioxidneutral und genügt somit den Umweltbestimmungen. Zur Herstellung von Biokraftstoff werden entweder Zucker oder Stärke zu Bioethanol vergoren, oder durch Auspressen von Öl, aus Raps, Soja oder Sonnenblumen, und einer Umesterung zu Biodiesel umgewandelt.