Kraftwerke

Die Arbeitsweisen von Biomasse-Kraftwerken!

Biomasse wird zum Erzeugen von elektrischer Energie sowie für Fern- oder Nahwärme verwendet. Hier wird hauptsächlich Stroh, Altholz oder geeignetes Waldholz verfeuert, um die notwendige Energie in den Biomasse-Kraftwerken bzw. Biomasse-Heizkraftwerken zu produzieren. Die geläufigsten Anlagen sind Biomasse-Dampfkraftwerke, ORC-Anlagen (Organic Rankine Cycle) und thermische Biomasse-Vergaseranlagen, wobei Letztere noch mehr oder weniger in einer Testphase ist, da zurzeit damit nur sehr wenig Strom erzeugt werden kann. Alle drei Typen lassen jedoch immer wieder Stimmen laut werden, dass dies keine Biomassekraftwerke seien, sondern eher Müllverbrennungsanlagen. Die Kritik äußert sich aus dem Verbrennen von behandeltem Holz, was oftmals Schadstoffe beinhaltet, die freigesetzt werden. Ob diese auch wirklich vernichtet werden, lässt sich noch nicht so genau feststellen.

Biomasse-Dampfkraftwerk

BbiomassekraftwerkDabei unterscheiden sich zwei unterschiedliche Verfahren, die Rostfeuerung oder, in größeren Anlagen, das Wirbelschichtverfahren. Unter Benutzung von Rostkesseln liegt der Brennstoff auf einem Rost mit einem Antrieb, um in verschiedenen Stufen zu trocknen. Erst danach wird alles entfacht und geht in Flammen auf. Anders funktioniert das Wirbelschichtverfahren, hier wird das Brennmaterial direkt in einen, zum Feuern bestimmten, Kessel eingelassen. Dabei brennen die leichtgewichtigen Bestandteile des Brennstoffs während des Fluges ab, die komplexen fallen, meistens in Sand, dem am Boden Luft zugeführt wird. Diese Luft hat die Aufgabe, das Gemisch aus Brennstoff und Sand durcheinanderzuwirbeln, um sich zu Rauchgas zu entwickeln. Bei beiden Verfahren wird das entstandene Rauchgas über Rohrschlangen den Turbinen zugeführt, die einmal den Strom produzieren und dann noch der Fern- und Nahwärme dienen. Das Rauchgas wird gefiltert und über einen Kamin ausgestoßen.

Biomasse-ORC-Anlage

In dieser Anlage werden Wärmetauscher eingesetzt, die in einem Ofen, der mit Biomasse beheizt wird, mit den sehr heißen Rauchgasen zusammentreffen, um das Wärmeträgeröl auf ca. 400° zu erwärmen, welches in diesem Zustand der tatsächlichen Anlage zugeleitet wird und dann in üblicherweise durch Dampf Strom produziert. Unterschiedlich ist nur, dass kein Wasser, sondern andere konnektive Mittel eingesetzt werden, die den Vorteil haben bei niedrigen Graden zu verdampfen. In einem zweiten Wärmetauscher wird Wasser zum Kochen gebracht, dessen Kondensat als Fern- bzw. Nahwärme genutzt wird.